Sonntag, 31. Oktober 2010

Buenas Noches ihr Lieben,
ich habe gleich zu Anfang mal ein Panoramabild hochgeladen das die Landschaft in Cajamarca recht eindrucksvoll in Szene setzt. Cajamarca selbst liegt 3200 Meter hoch also noch mal ne Ecke höher als Sucre. Es gibt ganz in der Nähe von Cajamarca einen Mirador. Ein Mirador ist ein Aussichtspunkt von dem man sehr weit gucken kann.
Es ist sehr schön dort aber auch sehr ruhig. Es gibt keinen Strom außer von einer Solaranlage. Die langt allerdings "nur" für Licht. Das ist aber sehr praktisch. Trotzdem ist meistens um 9 Uhr abends Ende Gelände und wir gehen schlafen. Cajamarca selbst ist ein Aufforstungsprojekt, somit kommen auch immer mal wieder Studenten nach Cajamarca. Senora Arlecha ist eine sehr liebenswerte Frau. Sie kann außerdem auch Quetchua. Ich bin mir grad nicht ganz sicher ob das richtig geschrieben ist.
Im Hintergrund ist das "La casa de los Volutarios" also unsere Heimat. Es ist komplett aus Holz gebaubt und sehr schön. Aber leider nicht wirklich isoliert, sodass es sehr kalt in der Nacht werden kann. Einmal hat es nachts so heftig geregnet das das Wasser in der Küche stand. Am nächsten Morgen haben wir dann erstmal einen Entwässerungsgraben ausgehoben. War aber nicht so schlimm wie es sich angehört. Es gibt viele Esel in Cajamarca und auch zwei Pferde. Ungefähr 10 Hühner und auch Enten. Drei hochaggressive Gänse und zwei Hunde. Dies ist Chuto.
Er folgt uns überall hin und ist ziemlich anhänglich. Seine Leibspeise sind Plastiktüten. Nachts ist hier aber sehr laut, da Chuto sich immer mit Hunden aus benachbarten Höfen bekriegt. Er läuft uns auch immer nach Punilla hinterher.
Wir arbeiten hauptsächlich in der Schule und der Schulweg ist sehr schön. Zwar ist er auch beschwerlich aber die Aussicht lohnt.
Hier gehen wir normalerweise immer querfeldein den Berg herunter und folgen der Straße.
Für den Hinweg brauchen wir "nur" noch eine halbe stunde. Am Anfang haben wir noch ne knappe Stunde gebraucht.
Der Rückweg ist dann noch ein wenig länger. Unser Rekord liegt so bei 45 Minuten. Danach sind wir auch erstmal platt.



 Das ist der Innenhof der "Unidad Educativa Punilla" Der Schule ins Punilla. Im Hintergrund ist die Sporthalle wo wir oft mit den Kindern Fußball spielen. Die können schon richtig gut spielen, aber ich bin was Fußball angeht auch kein Maßstab.
Die Kinder sind so zwischen 6 und 14 jahren alt Es gibt insgesamt 50 Schüler und 6 Lehrer. Punilla hat insgesamt auch nur 250 Einwohner. Ab und zu helfen wir auch Pedro. Er ist der Hausmeister und so ein bisschen Mädchen für alles. Der Garten vor der Schule zum Beispiel musste umgebraben werden. Das war schon eine ziemlich harte körperliche Arbeit. Ab und zu helfen wir auch Manuel in Cajamarca. Zum Beispiel im Wald. Das läuft dann darauf hinaus das er Bäume fällt und wir diese dann schälen. Manchmal arbeiten wir auch in der Schreinerei. Das "Selberkochen" klappt auch sehr gut.


Das wars erstmal so von mir. Morgen ist "Todos Santos" und ich bin mal sehr gespannt darauf. Es wird hier viel größer gefeiert als in Deutschland. Ab Mittwoch bin ich dann wieder in Cajamarca.
Ich werde mich dementsprechend in ein paar Wochen wieder melden.
Viele Liebe Grüße
Bene

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