Guten Morgen, ;-)
so das wird auch schon mein vorletzter Blogeintrag, höchstwahrscheinlich denn lange ist es ja nicht mehr. Ich hatte am 21. Mai meine DELE-Prüfung und danach habe ich erstmal meinen Urlaub drangehängt. Ich habe die Isla del Sol besucht, mir Cholita-Wrestling angeguckt und bin die Deathroad runtergefahren. Die Bilder stehen mir gerade leider nicht zur Verfügung deswegen kommen die später noch nach. Danach bin ich nach Santa Cruz um den Herrn Schwender zu treffen. Er war mein Tutor in der 5.ten und 6.ten Klasse. Es hat mich sehr gefreut ihn wiederzutreffen und zu hören was er alles so in Bolivien erlebt hat. Er ist ja schon 8 Jahre hier und Bolivien ist ein schönes Land. Mir persönlich wäre Santa Cruz zu regnerisch und feucht aber es ist fast immer richtig warm dort. Hier in Camiri ist im Moment eine Schlechtwetterphase und seit bald einer Woche ist es kalt, bewölkt und regnerisch. Nun denn nach Santa Cruz bin ich nach Yacuiba gefahren. Das ist eine Grenzstadt zu Argentinien. Dort bin ich morgens um halb 6 angekommen und musste mir erstmal die Weiterfahrt organisieren. Das war alles andere als lustig aber es hat glücklichweise ohne Verluste geklappt. Die Fahrt nach Buenos Aires war schön entspannt. Insgesammt habe ich en 2 Tagen 38 Stunden im Reisebus gesessen.
Buenos Aires ist so die europäischte Stadt die ich bisher gesehen hatte in meiner ganzen Zeit in Südamerika. Trotzdem gab es sehr viele Bauten aus der Zeit der Spanier, welche sehr schön anzusehen sind.
Buenos Aires an sich ist auch sicher. Man sollte sich nur in San Telmo nicht nachts aufhalten und in La Boca muss man sowieso aufpassen, auch am Tage. Mir wurde nichts gestohlen und ich wurde auch nicht überfallen aber anderen ist dies passiert.
Ich bin mir leider nicht mehr ganz sicher welche Institution dieses Gebäude beherrbergt aber so ziemlich alle politischen Abteilungen sind in solchen Gebäuden untergebracht. Trotzdem sieht man auch sehr viele Bausünden aus der neueren Zeit. So reicht Buenos Aires auch ist man hat immer wieder, vor allem in Parks, die Armut der Leute gesehen. Vor allem waren das ganze Penner-Siedlungen in Parks, die dann auch regelmässig von der Polizei aufgelöst werden.
Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten die B.A. zu bieten hat ist ihr Friedhof. Anders als in Deutschland werden viele Friedöfe in Südamerika gut gepflegt. Hier kann man zum Beispiel das Grab eines Ofiziers sehen.
Ich bin insgesammt 3 Tage in Buenos Aires geblieben. Am dritten bin ich morgens mit der Fähre über das "Mar de la Plata" nach Uruguay gefahren.
Zu der Zeit als ich in Buenos Aires war, fand das Halbfinale des "Copa de los Libertadores" statt. --->Peñarol Montevideo vs. Velez Sarsfield<--- gewonnen hatte Peñarol und dementsprechend viele Fans zogen grölend durch die Strassen und ausserdem schmückten sie die Fähre mit ihren Bannern. Der Fussball hier ist emotionsgeladener als in Deutschland kommt es mir so vor. In Argentinien gibt es immer wieder Tote durch Krawalle nach Spielen.
Nach drei Stunden Fahrt kam ich dann endlich in Colonia an, von da auch ging es dann mit dem Bus über die Autobahn nach Montevideo. Montevideo ist an sich eine schöne Stadt da sie so nahe am Wasser liegt. Ich war in der Nebensaison da, ausser war es ziemlich kalt da dort im Moment Winter ist. Trotzdem hat mir diese Stadt sehr gut gefallen. Auf dem Bild stand ich gerade auf der Haupt-Plaza. Jeden Abend um 6 Uhr kommen eine paar Soladten in Uniformen des 18.ten Jahrhunderts und holen die Flagge ein. Das ist ein sehenswertes Schauspiel. Vor allem auch das Hafenviertel von Montevideo ist sehr sehenswert.
Die Leute sind auch sehr stolz auf ihren Fussball. Da Uruguay nur 3,5 Millionen Einwohner hat, sind sie sehr davon überzeugt das ihnen Fussballspielen im Blut liegt. Da andere Länder mit mehr Einwohnern schlechter abschneiden als sie in den grossen Turnieren.
Ich habe mir allerdings nicht nur die Städte angeguckt sonder auch ein wenig Natur. Dazu gehört zum Beispiel auch die "Punta del Diablo". Anders als "Punta del Este" ist es schöner und ruhiger und hat auch einen sehr schönen Strand zu bieten. Uruguay an sich ist nunmal ein sehr flaches Land und deswegen gibt es landschaftlich nicht so viel zu gucken. Einmal im Jahr gibt es in Tacuarembo ein grosses Gaucho-Festival aber das war leider schon im März.
Nach einigen Tagen in Uruguy bin ich dann nach Paraguay weitergezogen. Dort wurde dieses Jahr das "Bicentenario"gefeiert. Die 200-Jahrfeier. Deswegen waren die Strassen auch mit Flaggen geschmückt. Das war alles schön mit anzugucken.
Argentinien und Uruguay waren ziemlich kalt, Paraguay hingegen sehr warm. Asuncíon hat mich sehr an Santa Cruz erinnert. Es gab tourischtisch dort, wie in Santa Cruz wenig zu sehen.
Nach einem Tag war ich in Asuncíon fertig und bin zurück nach Camiri gefahren. Nach der langen Zeit auf Reisen war ich müde.
In Camiri ging es dann auch schon bald hoch her. Auf der Farm wurde eine Kuh geschlachtet und wir durften alle kräftig mit anpacken.
Dazu wurde, wie ihr hier sehen könnt die Kehle der Kuh durgeschnitten. Anders als beim Schwein öffnet man nicht die Bauchdecke sondern muss nach einer anderen Methode vorgehen.
Die Kuh war ziemlich dürr und klein. Trotzdem hatten wir am Ende ordentliche Batzen Fleisch die dann alle zur Chefin der Farm gefahren wurde. Das unapetitlichste war die Entfernung des Magens und das Auswaschen einiger Innereien. Das Foto folgt.***
Ausserdem wurde auch die Tochter von Miguel, dem Farmchef, getauft.
Sie ist ein sehr lebhaftes und lautes Kind. Jedes morgen wenn wir kommen hüpft sie im Dreieck und freut sich immer wieder uns zu sehen. Deswegen war dieser Tag auch ein bedeutender Tag für uns,da wir alle sie in Herz geschlossen haben.
So das war es auch schon wieder von mir. Es ist schon länger her das ich mich gemeldet habe deswegen ist dieser Eintrag auch etwas länger ausgefallen. :)
Heute in einem Monat werde ich auch schon in meinem Flieger sitzen, Richtung Heimat.
Liebe Grüsse,
Bene
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