Hallo ihr Lieben,
nach einer längeren Pause gibt es nun mal einen neuen Blogeintrag. Hier oben könnt ihr Camiri sehen. Hier arbeite ich seit ungefähr einem Monat. Die Stadt hat ungefähr 30.000 Einwohner und zählt somit zu den grössten Einsatzstellen. Im Sommer hat man hier so jeden Tag 30-35 Grad Celsius. Im moment da wir hier Herbst haben hält es sich eher in Grenzen. Glücklicherweise gibt es aber dann auch keine Moskitos.
Vormittags arbeite ich normalerweise auf einer Farm. Montags, Mittags und Freitags holt Miguel (So heisst unser Chef) mit seinem kleinen Pick-up ab und dann machen wir erstmal Erledigungen in der Stadt. Wir holen Kartoffelschalen in Säcken ab für die Schweine und gucken bei der Madre vorbei. Die Madre ist eine alte Nonne die das Kinderheim leitet. Die Farm gehört zum Kinderheim.
Auf der Farm haben wir echt unterschiedliche Aufgaben.
Zu den Highligths hatte zum Beispiel gezählt das wir Schweine kastriert haben. Dieses Exemplar hier war ungefähr 12 Jahre alt und wog 400 Kilogramm.
Letzte Woche haben wir es dann geschlachtet. Das war eine ziemlich anstrengende Arbeit. Da wir alle Innereien herausnehmen mussten und ihn für die Madre des Kinderheims zurechtschnitten. Ich durfte dabei auch helfen. Natürlich habe ich keine allzuverantwortungsreichen Aufgaben bekommen, wie zum Beispiel ihn zu betäuben ( was Alex gemacht hat den man hier auf dem Bild sieht, er hat mit der stumpfen Seite einer Axt dem Schwein auf den Kopf gehauen)
Das alles war schon eine Erfahrung. Vor allem wie viel Arbeit dahinter steckt ein Schwein zu schlachten und wie wenig Fleisch doch eigentlich daran ist hat mich überrascht. Gemessen an dem Konsum von Schweinefleich.
Die Farm besitz ein wenig ausserhalb eine Kuhherde. Manchmal fahren wir mit dem Pick-up nach draussen. Die Familie die ihr hier versammelt seht wohnt weit ab in der Wildnis. Zu Fuss nach Camiri würde man so 2-3 Stunden brauchen. Ausserdem sind sie bitter arm. Hier übergibt Max gerade Lebensmittel an die Familie. Die von seinen Spendern gesponsert wurden.
Diese schöne Wand hier stammt aus dem Centro Aleman wo ich nachmittags arbeite. Ich arbeite dort mit 3 anderen Voluntarios zusammen. Wir haben dann die Initiative ergriffen um die Wand zu verschönern. Dazu haben wir von jedem Kind einen Handabdruck genommen. Insgesammt bietet das "Centro Aleman" Platz für 60 Kinder. Einige kommen morgens und andere nachmittags. Alle bleiben aber zum Mittagessen, was für die Kinder kostenlos angeboten wird. Die Kinder müssen alle neben der Schule noch arbeiten. Einige helfen im Haushalt, andere verkaufen in den Strassen Salteñas oder müssen auch körperliche harte Arbeiten machen. Im "Centro Aleman" haben sie dann ungefähr 2 oder 3 Stunden in denen sie einfach mal spielen können und sich ausruhen können.
Das traurige ist allerdings, dass das "Centro Aleman" kein Geld bekommt von ihrer Partnerorganisation aus Deutschland wie es eigentlich vertraglich vereinbart ist. Der Chef dieser Organisation kommt bald nach Deutschland um mit den Helfern im "Centro Aleman" zu reden wie es weiter geht. Die meisten Leute im Kinderheim arbeiten alle auf freiwilliger Basis. Ich bin sehr gespannt was bei dem Gespräch herumkommt und hoffe das sie endlich ihr Geld bekommen was dringend gebraucht wird.
So nun komme ich zu einem anderen Thema. Dies hier die Festung von Samaipata. Das liegt ungefähr 3 Stunden entfernt von Santa Cruz. An einem Wochenende waren wir dort und haben uns die Ruinen und die Landschaft angeguckt. Das war schon ziemlich beindruckend. In Santa Cruz haben wir ausserdem einen Deutschen getroffen der vor einige Jahren aus Deutschland geflohen ist. Wegen eines angeblichen Versicherungsbetrug und seitdem in Bolivien lebt und seinem Lebensunterhalt damit verdient das er Backgammon und Roulette spielt. Er hat uns auch seine Lebensgeschichte erzählt, welche wirklich beeindruckend war. Er war ungefähr ein Jahr im Gefängnis, bevor er in einer Nacht- und Nebelaktion nach Bolivien geflohen ist. In Bolivien hat er erst auf der Farm eines Freundes gearbeitet. Irgendwann wurde er nochmal ausgeliefert und hat nochmal eine gewisse Zeit im Gefängnis in Deutschland verbracht. Es macht schon wirklich nachdenklich wie schnell sich die eigenen Lebensumstände so ändern können und wo einen das Leben so hintreibt.
In Santa Cruz haben sie ausserdem auch ein riesges Schwimmbad. Das nennt sich "Aqualand". Das kuriose an der ganzen Sache war wirklich das es dort Regeln gab. Das war der geordneste Ort ganz Boliviens, was mich sehr überraschthat . Verständlicherweise waren sie dementsprechend sauer als wir zu fünft, gemeinsam die Rutsche runtergerutscht sind und sie blockiert haben. ;-)
Insgesammt ist Santa Cruz schon ne coole Stadt aber auch sehr teuer. Ausserdem gibt es nicht so viel zu sehen.
So dann stelle ich mal kurz die Camiri-Truppe vor. Wobei es jetzt auch schon wieder personelle Änderungen gibt. Von links nach rechts : Luisa, Alex, Florian ( er ist genau wie ich beim dem DELE dabei, nach dem Examen wird er in Sucre arbeiten.), Moises( er arbeitet im "Centro Aleman" und ist Student. er ist ein guter Freund von uns) Max, Marie, Marisa und Joaquin.( er arbeitet auch im "Centro Aleman").
Mein Examen ist am 21. Mai. Danach habe ich erstmal ein wenig mehr als 3 Wochen Urlaub. Dann werde ich erstmal die Isla del Sol besuchen und danach reise ich ein wenig durch Argentinien, Paraguay und eventuell Uruguay.
So das war es dann auch mal wieder von mir. Ist ja eh nicht mehr lange bis ich wieder in Deutschland bin.
Ich wünsche euch alles Gute,
Liebe Grüsse Bene
Zu den Highligths hatte zum Beispiel gezählt das wir Schweine kastriert haben. Dieses Exemplar hier war ungefähr 12 Jahre alt und wog 400 Kilogramm.
Letzte Woche haben wir es dann geschlachtet. Das war eine ziemlich anstrengende Arbeit. Da wir alle Innereien herausnehmen mussten und ihn für die Madre des Kinderheims zurechtschnitten. Ich durfte dabei auch helfen. Natürlich habe ich keine allzuverantwortungsreichen Aufgaben bekommen, wie zum Beispiel ihn zu betäuben ( was Alex gemacht hat den man hier auf dem Bild sieht, er hat mit der stumpfen Seite einer Axt dem Schwein auf den Kopf gehauen)
Das alles war schon eine Erfahrung. Vor allem wie viel Arbeit dahinter steckt ein Schwein zu schlachten und wie wenig Fleisch doch eigentlich daran ist hat mich überrascht. Gemessen an dem Konsum von Schweinefleich.
Die Farm besitz ein wenig ausserhalb eine Kuhherde. Manchmal fahren wir mit dem Pick-up nach draussen. Die Familie die ihr hier versammelt seht wohnt weit ab in der Wildnis. Zu Fuss nach Camiri würde man so 2-3 Stunden brauchen. Ausserdem sind sie bitter arm. Hier übergibt Max gerade Lebensmittel an die Familie. Die von seinen Spendern gesponsert wurden.
Diese schöne Wand hier stammt aus dem Centro Aleman wo ich nachmittags arbeite. Ich arbeite dort mit 3 anderen Voluntarios zusammen. Wir haben dann die Initiative ergriffen um die Wand zu verschönern. Dazu haben wir von jedem Kind einen Handabdruck genommen. Insgesammt bietet das "Centro Aleman" Platz für 60 Kinder. Einige kommen morgens und andere nachmittags. Alle bleiben aber zum Mittagessen, was für die Kinder kostenlos angeboten wird. Die Kinder müssen alle neben der Schule noch arbeiten. Einige helfen im Haushalt, andere verkaufen in den Strassen Salteñas oder müssen auch körperliche harte Arbeiten machen. Im "Centro Aleman" haben sie dann ungefähr 2 oder 3 Stunden in denen sie einfach mal spielen können und sich ausruhen können.
Das traurige ist allerdings, dass das "Centro Aleman" kein Geld bekommt von ihrer Partnerorganisation aus Deutschland wie es eigentlich vertraglich vereinbart ist. Der Chef dieser Organisation kommt bald nach Deutschland um mit den Helfern im "Centro Aleman" zu reden wie es weiter geht. Die meisten Leute im Kinderheim arbeiten alle auf freiwilliger Basis. Ich bin sehr gespannt was bei dem Gespräch herumkommt und hoffe das sie endlich ihr Geld bekommen was dringend gebraucht wird.
So nun komme ich zu einem anderen Thema. Dies hier die Festung von Samaipata. Das liegt ungefähr 3 Stunden entfernt von Santa Cruz. An einem Wochenende waren wir dort und haben uns die Ruinen und die Landschaft angeguckt. Das war schon ziemlich beindruckend. In Santa Cruz haben wir ausserdem einen Deutschen getroffen der vor einige Jahren aus Deutschland geflohen ist. Wegen eines angeblichen Versicherungsbetrug und seitdem in Bolivien lebt und seinem Lebensunterhalt damit verdient das er Backgammon und Roulette spielt. Er hat uns auch seine Lebensgeschichte erzählt, welche wirklich beeindruckend war. Er war ungefähr ein Jahr im Gefängnis, bevor er in einer Nacht- und Nebelaktion nach Bolivien geflohen ist. In Bolivien hat er erst auf der Farm eines Freundes gearbeitet. Irgendwann wurde er nochmal ausgeliefert und hat nochmal eine gewisse Zeit im Gefängnis in Deutschland verbracht. Es macht schon wirklich nachdenklich wie schnell sich die eigenen Lebensumstände so ändern können und wo einen das Leben so hintreibt.
In Santa Cruz haben sie ausserdem auch ein riesges Schwimmbad. Das nennt sich "Aqualand". Das kuriose an der ganzen Sache war wirklich das es dort Regeln gab. Das war der geordneste Ort ganz Boliviens, was mich sehr überraschthat . Verständlicherweise waren sie dementsprechend sauer als wir zu fünft, gemeinsam die Rutsche runtergerutscht sind und sie blockiert haben. ;-)
Insgesammt ist Santa Cruz schon ne coole Stadt aber auch sehr teuer. Ausserdem gibt es nicht so viel zu sehen.
So dann stelle ich mal kurz die Camiri-Truppe vor. Wobei es jetzt auch schon wieder personelle Änderungen gibt. Von links nach rechts : Luisa, Alex, Florian ( er ist genau wie ich beim dem DELE dabei, nach dem Examen wird er in Sucre arbeiten.), Moises( er arbeitet im "Centro Aleman" und ist Student. er ist ein guter Freund von uns) Max, Marie, Marisa und Joaquin.( er arbeitet auch im "Centro Aleman").
Mein Examen ist am 21. Mai. Danach habe ich erstmal ein wenig mehr als 3 Wochen Urlaub. Dann werde ich erstmal die Isla del Sol besuchen und danach reise ich ein wenig durch Argentinien, Paraguay und eventuell Uruguay.
So das war es dann auch mal wieder von mir. Ist ja eh nicht mehr lange bis ich wieder in Deutschland bin.
Ich wünsche euch alles Gute,
Liebe Grüsse Bene
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